Ein Blick in die Nachbarländer

Ein Blick in
die Nachbarländer

 

Ein Blick in die NachbarländerNachwuchssorgen auch in den Nachbarländern

Auch in Deutschland und Österreich haben die Ordensgemeinschaften seit längerer Zeit mit Nachwuchssorgen zu kämpfen, wobei der Mitgliederrückgang in Österreich etwas moderater als in Deutschland ausfiel. In Deutschland gibt es über vier Mal mehr Ordensfrauen als Ordensmänner. In Österreich ist das Verhältnis nur zwei zu eins. Wie in der Schweiz ist die Mitgliederzahl der Frauengemeinschaften in allen drei Ländern stärker gesunken als jene der Männergemeinschaften. Auch wenn die Mitgliederzahlen der Orden rückläufig sind, gibt es doch auch heute noch Menschen, die sich für das Ordensleben entscheiden.

Tabelle 6.9: Entwicklung der Ordensmitglieder mit Profess in Deutschland und Österreich (2000–2017)

Ordensmitglieder200020052010201520162017Veränderungen 2000-2015 (N)Veränderungen 2000-2015 (%)
Deutschland
Ordensmänner557649614490391739343804-1659-29.8
Ordensfrauen314042519921021166881592315038-14716-46.9
· kontemplative Orden172815501430122311591125-505-29.2
· tätige Orden296762364919591154651476413913-14211-47.9
Österreich
Ordensmänner21371953206120101970-127-5.9
Ordensfrauen58985061438138823715-2016-34.2
Anmerkung: Die Daten enthalten nur die Mitglieder von Gemeinschaften, die der Deutschen Ordensobernkonferenz angeschlossen sind. Nicht gezählt wurden zudem Ordensmitglieder, die einer ausländischen Jurisdiktion angehören. Quelle: Deutsche Bischofskonferenz, Deutsche Ordensobernkonferenz, Ordensgemeinschaften Österreich

Ordensleute im Vergleich

 

Ein Blick in die NachbarländerAnzahl Katholik(inn)en pro Ordensmitglied im länderübergreifenden Vergleich

Grafik 6.3 vergleicht die Zahl der Ordensleute mit jener der Katholik(inn)en in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei wird deutlich, dass es in der Schweiz vergleichsweise viele Ordensleute gibt.

Grafik 6.3: Katholik(inn)en pro Ordensmitglied in der Schweiz, Deutschland und Österreich (2017)

Anmerkung: Für Österreich wurden die Ordensstatistiken von 2016 verwendet. Für die Schweiz wurden die Daten der Bistümer zur Berechnung der Anzahl Katholikinnen und Katholiken beigezogen.