Soziodemographische Charakteristika

Soziodemographische
Daten zur Religionszugehörigkeit

Die katholische Kirche

 

Soziodemographische Daten zur ReligionszugehörigkeitSoziodemographische Daten zur römisch-katholischen Kirche: ein Abbild der Gesamtbevölkerung

Die römisch-katholische Kirche in der Schweiz (Anteil Gesamtbevölkerung: 36.5%) ist bezüglich des sozialen Profils weitgehend ein Abbild der Gesamtbevölkerung. Etwas untervertreten sind Katholiken bei den Erwerbslosen sowie bei den akademischem Berufen und oberes Kader, übervertreten hingegen bei den Personen mit Sekundarstufe I als höchstem Bildungsabschluss, im obersten Management und bei den ungelernten Angestellten und Arbeiter. Letzteres hat nicht unwesentlich mit dem im Vergleich zur evangelisch-reformierten Kirche hohen Anteil an Ausländern zu tun. Mehrheitlich weisen diese trotz einer verstärkten Einwanderung von ausländischen Fachkräften immer noch ein niedrigeres Bildungsniveau auf als Schweizer Staatsangehörige, weshalb auch ihre berufliche Stellung insgesamt eher tiefer ist.

Grafik 1.29.1: Religiöse Zugehörigkeit der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren 2016 nach Geschlecht, Alter, Bildungsstufe, Erwerbstätigkeit, berufliche Stellung und Migrationshintergrund (in %): Römisch-katholisch

Soziodemographische
Daten zur Religionszugehörigkeit

Die evangelische Kirche

 

Soziodemographische Daten zur ReligionszugehörigkeitSoziodemographische Daten zur evangelisch-reformierten KIrche: tendentiell überaltert

Die evangelisch-reformierte Kirche (Anteil Gesamtbevölkerung: 24.5%) ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überaltert. Dies schlägt sich im hohen Anteil bei den 65-Jährigen und Älteren nieder. Damit erreichen sie bei dieser Altersgruppe fast die Zahl der Katholiken. Deutlich untervertreten sind sie bei den Erwerbslosen, den ungelernten Angestellten und Arbeiter und etwas abgeschwächt bei Personen mit Sekundarstufe I als höchstem Bildungsabschluss. Nur sehr wenige Reformierte in der Schweiz weisen einen Migrationshintergrund auf.

Grafik 1.29.2: Religiöse Zugehörigkeit der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren 2016 nach Geschlecht, Alter, Bildungsstufe, Erwerbstätigkeit, berufliche Stellung und Migrationshintergrund (in %): Evangelisch-reformiert

Soziodemographische
Daten zur Religionszugehörigkeit

Die Konfessionslosen

 

Soziodemographische Daten zur ReligionszugehörigkeitSoziodemographische Daten zur Gruppe der Konfessionslosen: jünger und gut ausgebildet

Je höher der Bildungsstand, je mehr Personen gehören keiner Religionsgemeinschaft an. Die Konfessionslosen (Anteil Gesamtbevölkerung: 24.9%) sind deshalb bei Personen mit höheren Berufs- und Hochschulausbildungen übervertreten, bei jenen mit Sekundarstufe I als höchstem Bildungsabschluss hingegen stark untervertreten. Dies widerspiegelt sich auch bei ihrer beruflichen Stellung. Personen mit akademischen Berufen und oberes Kader sind klar häufiger konfessionslos als ungelernte Angestellt und Arbeiter. Konfessionslose sind weiter bei Personen mit Migrationshintergrund, sowie bei Schweizer/innen der 1. Generation deutlich übervertreten. Bei den EU/EFTA-Bürgern beträgt ihr Anteil gar 34.6%. Die Kirchenaustritte sind daher zumindest nicht alleine für die grosse Zunahme der Konfessionslosen in den letzten Jahren verantwortlich. Auch die konfessionelle Zusammensetzung der Zuwanderung hatte einen gewissen, wenn auch begrenzten Einfluss.

Grafik 1.29.3: Religiöse Zugehörigkeit der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren 2016 nach Geschlecht, Alter, Bildungsstufe, Erwerbstätigkeit, berufliche Stellung und Migrationshintergrund (in %): Konfessionslos

Soziodemographische
Daten zur Religionszugehörigkeit

Musliminnen und Muslime

 

Soziodemographische Daten zur ReligionszugehörigkeitSoziodemographische Daten der Musliminnen und Muslime: jünger und ein hoher Anteil an Personen mit Migrationshintergrund

Die Muslime (Anteil Gesamtbevölkerung: 5.2%) sind eine junge Bevölkerungsgruppe. 8.3% der 15-24-Jährigen gehören einer islamischen Gemeinschaft an. Bei den 65-Jährigen und Älteren sind es hingegen nur 1.1%. Fast alle Muslime in der Schweiz haben einen Migrationshintergrund. 58.6% stammen aus einem anderen europäischen Staat. Die Musliminnen und Muslime weisen ein unterdurchschnittliches Ausbildungsniveau auf und ihre berufliche Situation ist daher insgesamt schlechter als jene der Gesamtbevölkerung. Fast gar nicht vertreten sind sie bei der höheren Berufs- und Hochschulbildung. Übervertreten sind sie hingegen in der Kategorie der ungelernten Angestellten und Arbeiter.

Grafik 1.29.4: Religiöse Zugehörigkeit der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren 2016 nach Geschlecht, Alter, Bildungsstufe, Erwerbstätigkeit, berufliche Stellung und Migrationshintergrund (in %): Muslimisch